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Online Marketing bedeutet Neugierde und Offenheit für Neues.

Dozentin für Suchmaschinen-Marketing im Studiengang Online Marketing

Katja von der Burg, Gründerin & Geschäftsführerin von Projecter GmbH, erklärt im Interview, warum Online Marketing für sie Neugierde und Offenheit für Neues bedeutet und wieviel sie als Extremsportlerin über zwischenmenschliche Mechanismen und Teamspirit gelernt hat. Während eines Praktikums bei der UNO entdeckte Katja ihre Begeisterung für Wirtschaftsthemen. Nach dem Diplom in Journalistik, dem Magister in Politikwissenschaften an der Universität Leipzig und Zwischenstation in der Online Marketing Abteilung von Spreadshirt war ihr Unternehmergeist endgültig erwacht und Projecter wurde gegründet. Wenn sie nicht gerade online ist, flüchtet Katja aus dem Leipziger Flachland in die Berge zum Bergsteigen, Klettern und Skifahren oder trainiert für den nächsten Marathon.

Frage:Was macht Projecter?

Katja:Projecter ist eine Agentur für Online Marketing. Uns gibt es jetzt seit 11 Jahren hier in Leipzig und mittlerweile bieten wir Full-Service-Online-Marketing. In letzter Zeit sind wir außerdem oft in der Beratung tätig. Es gibt relativ viele Unternehmen, die völlig neu in der Digitalisierung sind. Zusammen mit ihnen erarbeiten wir, was die ersten Schritte sind, welche Prioritäten gesetzt werden und welche Möglichkeiten es gibt. Daneben gibt es aber auch Unternehmen, die schon sehr viel im digitalen Marketing machen, aber ihre Ziele bisher nicht erreicht haben oder einfach einmal einen externen Blick auf ihr Online Marketing werfen lassen möchten. Das geht querbeet durch alle Branchen – vom Start-up bis zum Konzern.

Frage:Was hält dich nach 11 Jahren noch am Ball?

Katja:Das Thema ist sehr dynamisch und daher wird es eigentlich nie langweilig. Wir haben damals mit Google Ads und Affiliate Marketing angefangen. Heute haben wir viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung, so dass sich für jede Zielsetzung und Herausforderung die passende Online Marketing Strategie findet. Das ist zum einen sehr nützlich, da wir häufig sehr passgenaue Lösungen erarbeiten können. Andererseits macht es die große Bandbreite an möglichen Maßnahmen unseren Kunden aber auch häufig das Leben schwer, da das Budget ja trotzdem nur einmal ausgegeben werden kann. Unsere Funktion als Agentur ist deswegen immer häufiger die eines Lotsen.

Frage:Wie bist du zum Online Marketing gekommen?

Katja:Das war reiner Zufall. Ich habe Journalistik und Politikwissenschaften hier in Leipzig studiert und bin nach dem Studium bei Spreadshirt ins Marketing eingestiegen. Das war 2006, als das Unternehmen ziemlich schnell gewachsen ist. Zu der Zeit haben sie ihr Online Marketing extrem ausgebaut und ich war als Marketing Managerin mittendrin und hatte eine sehr steile Lernkurve und einen schnell wachsenden Verantwortungsbereich.

Frage:Warum hast du dich dazu entschlossen, eine eigene Agentur zu gründen?

Katja:Als Start-ups boomten, sind mein Kollege und ich auf die Idee gekommen, auch etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Da wir beide nicht programmieren konnten, sind sehr viele Geschäftsideen direkt wieder von uns verworfen worden. Bei der Gründung unserer Agentur haben wir aber beide nicht damit gerechnet, dass das mal so groß wird. Es gab 2008 im Jahr unserer Gründung einige, die gesagt haben, dass wir zu spät dran sind mit dem Thema Online Marketing. Im Nachhinein betrachtet ist das ziemlich lustig.

Frage:Du hast neben dem Online Marketing noch eine weitere Leidenschaft. Berichte uns doch mal davon.

Katja:In meiner Freizeit laufe ich gerne und viel. Gerade war ich Teil eines Projekts, bei dem wir im Team von London nach Paris gelaufen sind, 10 Marathons in 10 Tagen. Das Besondere war das internationale Team mit 10 Teilnehmern aus 10 Nationen, unter anderem Läufer aus Südafrika, Russland und Schweden. Die größte Herausforderung bestand neben der körperlichen Anstrengung darin, dieses Abenteuer als Team zu meistern und gemeinsam die Ziellinie des Paris Marathons zu erreichen.

Frage:Wie verbindest du den Sport mit der Arbeit?

Katja:Der Sport ist für mich der Ausgleich zur Arbeit. Man geht im Sport an seine Grenzen und merkt, was man alles aushalten kann. Ich lerne dabei viel über zwischenmenschliche Mechanismen und das kann man auch auf die Arbeit und das Team in der Firma und in meinen Kursen an der Leipzig School of Media anwenden.

Frage:Du bist Dozentin im Studiengang Online Marketing. Wie kam es dazu?

Katja:Ich bin schon mehrere Jahre an der Leipzig School of Media im Kurs „Social Media Manager“ als Dozentin tätig. Darin geht es um Social Media Strategien, die an konkreten Fällen bearbeitet und besprochen werden. Es geht also direkt in die Praxis und dabei zeigt sich oft, wie schwierig es ist, eine Strategie zu entwerfen und auszuarbeiten. Das kann für die Teilnehmer im ersten Moment frustrierend sein, aber sie lernen dadurch, die richtigen Fragen zu stellen und sich das nötige Methodenwissen anzueignen.

Frage:Was ist dir wichtig bei der Wissensvermittlung in einer Präsenzveranstaltung?

Katja:Grundsätzlich haben wir einen Fachkräftemangel im Online Marketing und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern. An den Universitäten und Hochschulen wird das Thema nur punktuell aufgegriffen, kann aber auch theoretisch nicht so vermittelt werden, dass die Absolventen danach direkt in der Lage sind, ihr Wissen praktisch anzuwenden. Anders gesagt: Ich kann nur praktisch lernen, wie ich zum Beispiel einen Google Ads Account betreue oder eine Influencer-Kampagne umsetze. Was in der Lehre gut vermittelbar ist, ist hingegen das strategische Wissen und die Hintergründe. Die Präsenztage im Studium sollen also dazu dienen, mit den Studierenden konkrete Cases zu bearbeiten, die so zum Beispiel in der Marketingabteilung eines Unternehmens tagtäglich anfallen können.

Frage:Der große Vorteil des Studiengangs ist also, dass du den Studierenden die Praxis ein Stück weit näher bringen kannst?

Katja:Genau. Man kann bspw. eine klassische Briefing-Situation nachstellen in den Lehrveranstaltungen. Dann gebe ich meinen Studierenden zehn Minuten, um ihrem Briefing-Partner in diesem Rollenspiel Fragen zu stellen und danach müssen sie mit den gewonnenen Informationen arbeiten. Dadurch lernen sie, dass man auch später in der Praxis häufig keine vollständigen Informationen hat und trotzdem damit arbeiten muss, indem man zum Beispiel eigene Annahmen aufstellt. Das sind Situationen, die online schwieriger zu simulieren sind.

Frage:Was kannst du den Newbies im Online Marketing neben deiner Praxiserfahrung mit auf den Weg geben?

Katja:Online Marketing ist ein extrem dankbares Feld, weil man sich mit ein bisschen Eigeninitiative sehr viel selbst aneignen und vieles ausprobieren kann. Ich kann kostenlos einen Blog anlegen, Online-Projekte umsetzen, diese über Social Media promoten, mich als Influencer probieren oder den Online-Auftritt meines Vereins betreuen. Es gibt eine Vielzahl kostenloser Online-Kurse, YouTube Videos und Zertifikate, die einen ersten Einstieg in diese Themen ermöglichen. Wer wirklich eine Leidenschaft für digitale Themen mitbringt, hat meistens auch schon einiges ausprobiert. Man sollte auch als Masterstudent nicht nur die Inhalte lernen, sondern auch links und rechts schauen und sich zum Beispiel Podcasts oder Blogs anschauen. Online Marketing bedeutet Neugierde und Offenheit für Neues.

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